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Es gibt 1.100 GS1/GDSN-Standard-Produktattribute. Doch legen Sie mich auf diese Zahl bitte nicht fest: Die Berechnung ist nur überschlägig, und die Zahl der Attribute nimmt weiter zu. Wichtiger aber ist: Der Berechnung der 1.100 liegen verschiedene Auswahl- und Definitions-Entscheidungen zugrunde.

Ein GS1/GDSN-Standard-Produktattribut lässt sich definieren als ein Artikelattribut, dass „freigegeben“ und „modelliert“ worden ist. “Freigegeben“ bedeutet, dass das Attribut im Rahmen des GS1 Global Standards Management Process (GSMP) zugelassen worden ist. „Modelliert“ bedeutet, dass das GS1 Global Office die Formatierungsstruktur, die Datenart und – falls erforderlich – die definierten zulässigen Werte für das Attribut festgelegt hat. Einige bereits freigegebene Attribute wurden bislang noch nicht modelliert oder im GS1 Global Data Dictionary publiziert.

„Artikel“-Attribute sind nicht dasselbe wie „Partie“- oder „Preis“- Attribute. Auch sind sie nicht identisch mt „GPC Baustein“-Attributen, die sich auf die Klassifizierung und die Taxonomie beziehen. Derzeit gibt es etwa 3.500 GPC Bricks und 1.800 GPC Baustein-Attribute (zahlreiche Bausteine haben keine Attribute – bislang).

Erweiterte Attribute sind solche, die händlerspezifisch und nicht standardisiert sind, aber mittels eines „Attribute Value Pair“ (AVP) durch das GDSN transportiert werden können. Von diesen Attributen existieren ungefähr 650.

Erweiterte Attribute sind nicht zu verwechseln mit Attribut-Erweiterungen. Bei diesen handelt es sich vielmehr um Attribut-Gruppen, die sich auf bestimmte Geschäftsprozesse, Produktklassen oder -typen beziehen, wie z. B. die GS1 Chemical Ingredient Extension.

Doch zurück zu den 1.100. Zusätzliche (etwa) 300 Attribute wurden für den nächsten Major Release freigegeben und modelliert, der für 2016 vorgesehen ist. Ich möchte betonen, dass nicht alle existierenden Standard-Attribute automatisch genutzt oder durch das GDSN geleitet werden. Viele Attribute gelten lediglich für bestimmte Warengattungen. Was tatsächlich synchronisiert wird, ist im Großen und Ganzen das, was von der Gesamtheit der Einzelhändler, Großhändler, Betreiber und Anbieter im Netzwerk angefordert wird – mehr nicht. Wir schätzen, dass der typische Fleischwaren-Einzelhändler in den USA etwa 75 Attribute nachfragt. Bestimmte Datenempfänger innerhalb des Netzwerks rufen sehr viel mehr Attribute ab.

Die Zahl der genutzten Artikelattribute steigt und wird weiter steigen. Hierzu trägt das das GDSN unterstützende Konzept einer „einzigen Version der Wahrheit“ bei, das sich zunehmend sowohl bei den Datenlieferanten als auch bei den Datenbeziehen durchsetzt. Wir verzeichnen eine starke Zunahme bei der Anforderung und Nutzung von Attributen für Zwecke der Kundenansprache, des Marketing und der Erfüllung gesetzlicher Vorschriften. Diese Attribute werden eingesetzt, um E-Commerce, Marketing und Regulierungsprozesse zu unterstützen. Weitere Einblicke in das Einmaleins der GDSN-Attribute liefern Ihnen die kommenden Blogbeiträge zum Thema. Bleiben Sie dran!