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Für die Gesundheitsbranche war der Skandal um minderwertige Implantate Ende 2013 traurige Wirklichkeit. Die Sicherheit des Patienten ist oberstes Gebot besonders im Bereich Gesundheitswesen. Daher begrüße ich sehr die neue Verordnung der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA. Demnach müssen Hersteller ihre Medizinprodukte mit einem weltweit überschneidungsfreien, maschinenlesbaren Kennzeichen (Unique Device Identifier (UDI)) versehen. Dieser Barcode ist Schlüssel zu einer Datenbank, der Global Unique Device Identification Database (GUDID), welcher detaillierte Informationen wie eine Seriennummer oder das Verfallsdatum zu den einzelnen Artikeln enthält sowie auf der kleinsten Verpackungsgröße aufgebracht ist.

Diese Verordnung ist vorerst für alle in den USA angebotenen Medizinprodukte vorgesehen. In Europa ist jedoch ebenfalls geplant, die Kennzeichnungspflicht mit UDI in der neuen Medizinprodukte-Verordnung zu verankern.

Transparenz und Paradigmenwechsel in der Gesundheitsbranche!

Bestandteil der UDI Regulation ist der Paradigmenwechsel, den die Gesundheitswirtschaft derzeit durchläuft: Die Unternehmen nehmen den Patienten mehr und mehr auch als Kunden ernst und gehen entsprechend auf ihn ein. Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen in der Lieferkette dank einheitlicher Standards ermöglichen verlässliche Dienstleistungen für den Patienten bzw. Konsumenten. Darüber hinaus bietet die Branche dem Endkunden immer mehr Transparenz hinsichtlich der verwendeten Produkte.

Um die neuen Anforderungen effizient und zuverlässig erfüllen zu können, optimieren die betroffenen Unternehmen ihre Geschäftsprozesse hinsichtlich Attributerfassung, laufender Aktualisierung und Informationsweitergabe. Wichtig ist dabei der konsequente Einsatz einheitlicher Daten- und Kommunikationsformate.

Sie möchten künftig UDI über das GDSN austauschen?

Immer mehr Anbieter nutzen das GDSN, um validere und umfassendere Produktdaten zu erhalten und zu verbreiten.

Seit Juni 2014 ist 1WorldSync stolzer Partner von der B. Braun Melsungen AG. Das Unternehmen nutzt das globale Produktinformations-Netzwerk von 1WorldSync um unter anderem den Vorschriften der US-Gesundheitsbehörde FDA gerecht zu werden.  In unserer Pressemitteilung sagte Holger Clobes, Head of Global eCommerce & Auto ID bei B. Braun: „B. Braun beliefert Kunden in 61 Ländern u. a. mit Artikeln für Anästhesie, Intensivmedizin, Kardiologie, extrakorporale Blutbehandlung und Chirurgie. Um ihnen die zugehörigen Artikeldaten jederzeit zuverlässig und entsprechend den Bestimmungen des jeweiligen Landes zur Verfügung stellen zu können, nutzen wir ab Juni 2014 den für das Global Data Synchronization Network (GDSN) zertifizierten Datenpool von 1WorldSync.“

Ich bin stolz darauf, dazu beitragen zu können, dass die Gesundheitswirtschaft beim Produkt-Lebenszyklus und dem zugehörigen Informationsmanagement bald dieselben Erfolge erzielt –  wie z. B. der Einzel- und Lebensmittelhandel oder die Do-it-yourself-Branche.